Ein Team, das Kundenkommunikation über Slack, Telegram und E-Mail koordiniert, betreibt drei separate Agent-Deployments. Jedes hat seine eigene Konfiguration. Skills, die auf Slack gelernt wurden, übertragen sich nicht auf Telegram. Eine Aktualisierung einer Instanz betrifft die anderen nicht. Drei Deployments, drei Wartungsaufwände, kein gemeinsamer Kontext. Hermes ist genau dafür entwickelt worden: eine Agent-Instanz, die über alle verbundenen Plattformen läuft, aus jeder erledigten Aufgabe Skills aufbaut und mit der Zeit leistungsfähiger wird.
Was ist Hermes?
Hermes ist ein selbstlernender KI-Agent von Nous Research, dem KI-Forschungslabor mit Fokus auf Open-Weight-Modellen und Agent-Architekturen.¹ Hermes läuft über 20+ Messaging- und Kollaborationsplattformen — darunter Slack, Telegram, Discord, WhatsApp, Microsoft Teams und Gmail — mit einer einzigen Instanz.
Das Kernmerkmal, das Hermes von anderen Agenten unterscheidet, ist der Umgang mit Erfahrung. Nous Research beschreibt Hermes als "intelligenten persönlichen Assistenten, der umso leistungsfähiger wird, je länger er im Einsatz ist" — nicht durch manuelles Nachtraining, sondern durch das Erstellen wiederverwendbarer Skills aus abgeschlossenen Aufgaben.²
Hermes ist kein Coding-Copilot, kein Chatbot-Wrapper um eine einzelne API, und kein plattformspezifisches Tool. Hermes ist ein Allzweck-Agent, der durch Nutzung besser wird.
Wie lernt Hermes?
Hermes erstellt Skills aus abgeschlossenen Aufgaben. Wenn Hermes eine Aufgabe erledigt — einen Kunden-Update verfassen, eine Support-Queue triagieren, einen Wochenbericht erstellen — speichert er den Ansatz als Skill-Objekt: Code, Tests und Beispiele, die festhalten, wie diese Aufgabenkategorie künftig zu behandeln ist.³
Skills werden bei agentskills.io gespeichert, einem offenen Standard für den Austausch von Agent-Skills. Skills können über Instanzen hinweg wiederverwendet, zwischen Teams geteilt und durch Nutzung verbessert werden. Das Registry ist kompatibel mit anderen Agent-Systemen, darunter Cursor, GitHub Copilot und Claude Code.
Hermes erfordert kein manuelles Nachtraining, wenn sich Workflows ändern. Skills werden durch Erfahrung aktualisiert — jede abgeschlossene Aufgabe ist eine Gelegenheit, einen besseren Ansatz für das nächste Mal zu kodieren.
Der praktische Effekt: Eine Hermes-Instanz, die im dritten Monat das Kunden-Follow-up einer Personalvermittlung verwaltet, bearbeitet mehr Ausnahmefälle korrekt als im ersten Monat — weil sie Skills aus jeder bisher erledigten Follow-up-Aufgabe angesammelt hat.
Auf welchen Plattformen läuft Hermes?
Hermes läuft über 20+ Plattformen mit einer einzigen Instanz. Unterstützte Plattformen umfassen Slack, Telegram, Discord, WhatsApp, Microsoft Teams, Gmail, Signal, IRC und weitere.² Ein einziges Hermes-Deployment deckt den gesamten Kommunikations-Stack ab.
Hermes integriert sich mit 70+ Tools: Aufgabenmanager (Linear, Asana, Jira), Wissensdatenbanken (Notion, Confluence), Entwicklungstools (GitHub) sowie Kalender- und E-Mail-Systeme. Der Agent kann im Rahmen der Aufgabenausführung aus diesen Tools lesen und in sie schreiben.
Die meisten Agenten bleiben nach dem Deployment unverändert. Hermes wird mit jeder Aufgabe besser.
Hermes ist unter MIT-Lizenz selbst gehostet. Teams deployen es auf ihrer eigenen Infrastruktur — keine Daten werden an einen Drittanbieter-Agent-Dienst gesendet. Die Konfiguration erfolgt über einen standardisierten Setup-Prozess, und dieselbe Instanz bedient nach dem Deployment alle Plattformen.
Wofür ist Hermes konzipiert?
Hermes eignet sich für Teams, die ein hohes Kommunikationsvolumen über mehrere Plattformen verwalten, und bei denen die Agent-Kapazität mit der Zeit wachsen soll, anstatt statisch zu bleiben.
Personalvermittlungen nutzen Hermes, um die Kandidaten-Kommunikation über Slack (intern) und Gmail (extern) zu koordinieren — mit Skills, die sich aus jeder Kandidateninteraktion aufbauen. HR-Beratungen nutzen Hermes für Kunden-Reporting-Workflows über Notion und E-Mail. Fractional-CFO-Praxen nutzen Hermes, um Kunden-Update-Anfragen zu bearbeiten, die gleichzeitig über Slack, Teams und E-Mail eingehen.
Der gemeinsame Nenner: Workflows über mehrere Plattformen, die sich in hohem Volumen wiederholen und davon profitieren, wenn der Agent besser wird. Statische Off-the-Shelf-Agenten und regelbasierte Automatisierungen können sich nicht selbst verbessern — Hermes ist für Teams entwickelt worden, die einen Agent brauchen, der es kann.
Für Teams, deren Workflows nicht zu den Hermes-Standards passen, ist ein maßgeschneiderter Agent die Alternative. Für ein umfassenderes Verständnis, was Agenten tun, lesen Sie Was ist ein KI-Agent.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Hermes? Hermes ist ein selbstlernender KI-Agent von Nous Research. Er läuft über 20+ Plattformen — Slack, Telegram, Discord, WhatsApp, Teams, Gmail — mit einer einzigen Instanz und baut wiederverwendbare Skills aus abgeschlossenen Aufgaben auf, die den Agent kontinuierlich leistungsfähiger machen.
Wie lernt Hermes neue Skills? Hermes erstellt nach jeder abgeschlossenen Aufgabe ein Skill-Objekt — Code, Tests und Beispiele, die festhalten, wie diese Aufgabenkategorie künftig zu behandeln ist. Skills werden bei agentskills.io gespeichert und bei der nächsten ähnlichen Aufgabe automatisch wiederverwendet. Kein manuelles Nachtraining erforderlich.
Auf welchen Plattformen läuft Hermes? Hermes läuft auf 20+ Plattformen, darunter Slack, Telegram, Discord, WhatsApp, Microsoft Teams, Gmail und Signal. Ein einziges Hermes-Deployment bedient alle verbundenen Plattformen gleichzeitig, mit gemeinsamen Skills und Kontext über alle Kanäle.
Wer hat Hermes entwickelt? Hermes wurde von Nous Research entwickelt, einer KI-Forschungsorganisation mit Fokus auf Open-Weight-Modelle und Agent-Architekturen. Hermes wird unter MIT-Lizenz veröffentlicht und ist selbst gehostet.
Quellenangaben
- Nous Research, Unternehmensübersicht. https://nousresearch.com
- Nous Research, Hermes-Dokumentation. https://hermes-agent.nousresearch.com/docs/
- agentskills.io, offener Standard für Agent-Skills. https://agentskills.io