OpenAI schließt einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach DSGVO für ChatGPT Business, ChatGPT Enterprise und die API ab, für keinen der Einzeltarife. Bei Free, Go, Plus und Pro ist OpenAI Ireland Limited Verantwortlicher für alles, was Beschäftigte eingeben, und Inhalte fließen ins Training, sofern nicht jede Person widerspricht. Diese Trennung, am 12. Oktober 2026 an OpenAIs eigenen Seiten geprüft, entscheidet, ob ein europäisches Unternehmen Kundendaten überhaupt in ChatGPT eingeben darf. Dieser Artikel zeigt die Bedingungen jedes Tarifs, was europäische Datenschutzbehörden gesagt haben und was vor dem Einsatz mit Mandanten- und Kundendaten eingerichtet sein muss.
ChatGPT ist datenschutzrechtlich nicht ein Produkt. Es gibt sieben Wege, es zu kaufen, mit zwei unterschiedlichen rechtlichen Strukturen, und der Tarif, den eine Mitarbeiterin zufällig nutzt, entscheidet, welche Struktur gilt.
Dieser Artikel vergleicht die Tarife so, wie OpenAIs eigene Seiten sie am 12. Oktober 2026 beschrieben, und ordnet dann ein, was der Europäische Datenschutzausschuss, die italienische Aufsicht, die Datenschutzkonferenz und der Hamburgische Datenschutzbeauftragte gesagt haben.
Dies ist keine Rechtsberatung. Jede Aussage nennt Quelle und Datum, gesammelt in den Anmerkungen, damit Sie oder Ihre Datenschutzbeauftragte sie prüfen können.
Ist ChatGPT im Unternehmen DSGVO-konform nutzbar?
Stand 12. Oktober 2026 lässt sich ChatGPT bei drei Angeboten im Rahmen der DSGVO einsetzen und bei den anderen vier nicht. Für ChatGPT Business, ChatGPT Enterprise und die API schließt OpenAI einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV, englisch DPA) ab, handelt als Auftragsverarbeiter und trainiert standardmäßig nicht mit diesen Geschäftsdaten.[¹][⁴] Bei Free, Go, Plus und Pro ist OpenAI Ireland Limited Verantwortlicher für die Eingaben, und Inhalte fließen ins Training, sofern die Person nicht widerspricht.[²][³]
Der Unterschied ist keine Einstellung. Er entscheidet, wer die Verantwortung trägt, sobald die Daten Ihr Unternehmen verlassen.
Mit einem AV-Vertrag verarbeitet OpenAI die Daten Ihrer Kunden nach Ihren Weisungen, und Sie bleiben Verantwortlicher. Ohne einen solchen Vertrag haben Sie die Daten einem eigenständigen Unternehmen übergeben, das im Rahmen seiner eigenen Datenschutzerklärung selbst über die Nutzung entscheidet.
Diese zweite Lage ist für Kundendaten kaum zu rechtfertigen. Der Hamburgische Datenschutzbeauftragte schrieb in einer Checkliste von 2023: Wenn der Anbieter Eingaben für eigene Zwecke verarbeiten darf, wird sich dafür „in der Regel keine Rechtsgrundlage finden lassen" (eigene Übersetzung der englischen Fassung).[⁹]
Welche ChatGPT-Tarife haben einen AV-Vertrag?
Drei ChatGPT-Angebote kommen mit OpenAIs Auftragsverarbeitungsvertrag, gültig seit 1. Januar 2026: Business, Enterprise und die API.[¹][⁴] Die Tabelle zeigt die Lage jedes Tarifs, wie OpenAIs Preisseite, Enterprise-Datenschutzseite und europäische Datenschutzerklärung sie am 12. Oktober 2026 beschrieben.
| Tarif | Rolle von OpenAI | AV-Vertrag | Training mit Inhalten standardmäßig | EU-Datenresidenz | Preis (12.10.2026) |
|---|---|---|---|---|---|
| Free | Verantwortlicher (OpenAI Ireland) | Nein | Ja, Widerspruch möglich | Nein | Kostenlos; ggf. personalisierte Werbung |
| Go | Verantwortlicher (OpenAI Ireland) | Nein | Ja, Widerspruch möglich | Nein | Kostenpflichtig; ggf. Werbung |
| Plus | Verantwortlicher (OpenAI Ireland) | Nein | Ja, Widerspruch möglich | Nein | Kostenpflichtig, Einzelperson |
| Pro | Verantwortlicher (OpenAI Ireland) | Nein | Ja, Widerspruch möglich | Nein | Kostenpflichtig, Einzelperson |
| Business | Auftragsverarbeiter | Ja | Nein | Nein | 21 € pro Nutzer und Monat jährlich, 26 € monatlich, ab 2 Nutzern |
| Enterprise | Auftragsverarbeiter | Ja | Nein | Ja, für neue Workspaces | Nicht veröffentlicht |
| API | Auftragsverarbeiter | Ja | Nein | Ja, für neue Projekte | Nach Verbrauch |
Die Trainingsspalte braucht eine Einschränkung. Bei Business-Tarifen kann OpenAI geteilte Daten nutzen, wenn ein Kunde „ausdrücklich zugestimmt" hat, etwa über Feedback.[¹] Unser Vergleich, welche KI-Anbieter mit Geschäftsdaten trainieren, zeigt dieselbe Feedback-Ausnahme bei mehreren Anbietern.
Auch die Speicherdauer unterscheidet sich. Bei Enterprise legen Workspace-Admins fest, wie lange Daten gespeichert werden, und gelöschte Unterhaltungen werden innerhalb von 30 Tagen entfernt, sofern keine gesetzliche Pflicht zur Aufbewahrung besteht.[¹] Bei Business können Admins Unterhaltungen einsehen, exportieren und löschen; gelöschte oder nicht gespeicherte Unterhaltungen werden innerhalb von 30 Tagen entfernt, außer das Gesetz verlangt mehr oder es ist „vernünftigerweise nötig", um die Dienste zu schützen.[¹]
Bei Business lohnt ein Detail einen zweiten Blick. OpenAIs Zugriff auf gespeicherte Business-Unterhaltungen ist auf berechtigte Beschäftigte und „spezialisierte externe Auftragnehmer" begrenzt, die zur Vertraulichkeit verpflichtet sind und nur auf Missbrauch prüfen.[¹] Das ist ein offengelegter, vertraglich geregelter Prüfweg. In Ihr Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten gehört er trotzdem.
Was ändert sich, wenn Beschäftigte eigene ChatGPT-Konten nutzen?
Ein privates ChatGPT-Konto macht OpenAI vom möglichen Auftragsverarbeiter zu einem zweiten Verantwortlichen für die Daten Ihrer Kunden. OpenAIs europäische Datenschutzerklärung, aktualisiert am 24. August 2026, nennt OpenAI Ireland Limited als Verantwortlichen für Nutzer im EWR und in der Schweiz und erlaubt, Inhalte zum Training der Modelle hinter ChatGPT zu verwenden.[³]
Für Free- und Go-Nutzer nennt dieselbe Erklärung einen weiteren Zweck: die Personalisierung der Werbung in OpenAIs Diensten.[³] Wer eine Kundenmail in ein kostenloses Konto kopiert, speist einen Dienst, der Werbung ausspielt.
Bei einem privaten ChatGPT-Konto ist OpenAI nicht Ihr Auftragsverarbeiter. Es ist ein zweiter Verantwortlicher für die Daten Ihrer Kunden.
Die ChatGPT-Taskforce des Europäischen Datenschutzausschusses (EDSA) hat die Lage des Arbeitgebers direkt angesprochen. Ihr Bericht vom Mai 2024 sagt, die Verantwortung für die DSGVO dürfe nicht durch eine Klausel in den Nutzungsbedingungen auf die Nutzer abgewälzt werden, und es sei davon auszugehen, dass Menschen früher oder später personenbezogene Daten eingeben.[⁶]
Die Datenschutzkonferenz (DSK) und Hamburg ziehen daraus die praktische Folge. Die DSK schrieb im Mai 2024, Arbeitgeber sollten für die berufliche Nutzung von KI Geräte und Accounts zur Verfügung stellen.[⁸] Hamburgs Checkliste sagt, Beschäftigte sollten kein eigenes Konto mit privaten Daten anlegen.[⁹]
Wo verarbeitet OpenAI Unternehmensdaten?
OpenAI verarbeitet die meisten ChatGPT-Daten in den USA, und für europäische Kunden stützt sich das auf Standardvertragsklauseln statt auf das EU-US Data Privacy Framework. OpenAIs AV-Vertrag leitet EWR-Kundendaten über OpenAI Ireland Limited und erlaubt Weiterübermittlungen auf Grundlage von Verträgen mit Standardvertragsklauseln oder eines Angemessenheitsbeschlusses.[⁴] Am 12. Oktober 2026 ergab eine Suche in der Data-Privacy-Framework-Liste der US-Regierung keinen Eintrag für OpenAI.[¹⁰]
Datenresidenz ist die Ausnahme, und sie ist eng. OpenAI führte europäische Datenresidenz am 5. Februar 2025 für ChatGPT Enterprise, ChatGPT Edu und die API ein, sodass neue Enterprise- und Edu-Kunden Inhalte ruhend in Europa speichern lassen können.[⁵] Die Preisseite bestätigt die Trennung: Datenresidenz steht bei Enterprise, nicht bei Business.[²]
Drei Bedingungen grenzen sie weiter ein:
- Nur beim Anlegen. OpenAI bietet Residenz für neue Enterprise- und Edu-Workspaces an und schreibt, bestehende API-Projekte könnten nicht auf europäische Residenz umgestellt werden.[⁵] Planen Sie die Region, bevor der Workspace existiert.
- Erst Speicherung, später Verarbeitung. Die Ankündigung von 2025 betraf die Speicherung. Am 16. Januar 2026 kam die Verarbeitung in der Region („in-region GPU inference") für berechtigte Enterprise-, Edu- und Healthcare-Kunden hinzu.[⁵]
- Die API kostet in Europa mehr. Für die API dokumentiert unser Artikel, ob Datenresidenz KI-Daten in Europa hält, OpenAIs Aufschlag von 10 % für EU-Verarbeitung bei neueren Modellen.
Für die meisten kleinen Unternehmen bleibt damit realistisch Business, mit Speicherung in den USA unter AV-Vertrag und Standardvertragsklauseln. Enterprise-Residenz gibt es, aber nur über OpenAIs Vertrieb, ohne veröffentlichten Preis.[²]
Was sagen europäische Datenschutzbehörden zu ChatGPT?
Vier europäische Stellen haben zwischen November 2023 und März 2026 Positionen veröffentlicht, die den Einsatz von ChatGPT im Unternehmen betreffen. Keine verbietet die geschäftliche Nutzung. Jede grenzt ein, wie sie erfolgen kann.
| Stelle | Datum | Aussage |
|---|---|---|
| EDSA, ChatGPT-Taskforce | 23. Mai 2024 | Verantwortung lässt sich nicht über Nutzungsbedingungen abwälzen; Hinweise auf erfundene Ausgaben genügen dem Grundsatz der Richtigkeit nicht; technische Unmöglichkeit rechtfertigt keinen Verstoß.[⁶] |
| Garante (Italien) | 20. Dezember 2024 | Bußgeld von 15 Mio. € gegen OpenAI wegen Training ohne ausreichende Rechtsgrundlage, Transparenzmängeln, fehlender Altersprüfung und einer nicht gemeldeten Datenpanne von 2023.[⁷] |
| Tribunale di Roma | 18. März 2026 | Urteil 4153/2026 gab OpenAIs Widerspruch gegen die Garante-Entscheidung statt; die Garante nahm die Entscheidung daraufhin von ihrer Website.[⁷] |
| DSK (Deutschland) | 6. Mai 2024 | Geschlossene Systeme sind vorzugswürdig; ist Training nicht ausschließbar, braucht es eine Rechtsgrundlage; eine DSFA ist vielfach erforderlich; Arbeitgeber stellen Accounts.[⁸] |
| Hamburgischer Datenschutzbeauftragter | 13. November 2023 | Firmenkonten, keine personenbezogenen Daten bei eigener Zweckverarbeitung des Anbieters, Widerspruch gegen Training, Ergebnisse auf Richtigkeit prüfen.[⁹] |
Der italienische Fall zeigt, warum Daten zählen. Viele Seiten nennen das Bußgeld von 15 Mio. € noch als feststehend. Die Seite der Garante vermerkt inzwischen, dass ein römisches Gericht im März 2026 OpenAIs Widerspruch stattgegeben hat.[⁷] Was das für ein mögliches Rechtsmittel bedeutet, sagt die Seite nicht.
Für ein Unternehmen wiegt der EDSA-Bericht schwerer als das italienische Bußgeld. Er behandelt falsche Ausgaben über Personen als Verstoß gegen den Grundsatz der Richtigkeit, nicht als Qualitätsfrage. Erfindet ChatGPT etwas über einen namentlich genannten Kunden und Beschäftigte leiten es weiter, ändert ein Warnhinweis im Produkt daran nichts.
Was regelt ein AV-Vertrag nicht?
Ein AV-Vertrag macht OpenAI zu Ihrem Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO. Alle Pflichten des Verantwortlichen bleiben bei Ihrem Unternehmen: Rechtsgrundlage, Richtigkeit, Information der Kunden, gegebenenfalls eine DSFA und das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten. Die Orientierungshilfe der DSK vom Mai 2024 geht genau von dieser Aufteilung aus, mit dem Anbieter als Auftragsverarbeiter und dem Unternehmen als Verantwortlichem.[⁸]
Ein AV-Vertrag macht OpenAI zu Ihrem Auftragsverarbeiter. Er gibt Ihrem Unternehmen keine Rechtsgrundlage, Kundendaten in ChatGPT einzugeben, und er macht die Antworten nicht richtig.
Vier Pflichten bleiben bei Ihnen:
- Eine Rechtsgrundlage für jeden Zweck. Eine Kundenmail für die Antwort zusammenzufassen hat eine andere Grundlage, als eine Kundenliste auszuwerten. Der Vertrag deckt keins von beiden.
- Richtigkeit. Der EDSA schreibt, Ausgaben könnten verzerrt oder erfunden sein und würden leicht für zutreffend gehalten.[⁶] Bevor etwas über eine Person das Unternehmen verlässt, prüft es jemand.
- Eine DSFA bei hohem Risiko. Die DSK erwartet sie bei KI-Anwendungen vielfach.[⁸] Deutschland und die Niederlande nennen Beschäftigtenüberwachung auf ihren Listen; unser Vergleich der nationalen DSFA-Listen zeigt, welche Verarbeitungen immer eine brauchen.
- Verzeichnis und Information. ChatGPT Business gehört in Ihr Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten, und Ihre Datenschutzhinweise sollten sagen, dass ein KI-Dienst Kundendaten verarbeitet.
Die Pflichten für einen KI-Agenten, der in Ihren Systemen handelt, gehen weiter als bei einem Chat-Werkzeug, weil ein Agent auch sendet, schreibt und speichert.
Wie richten Sie ChatGPT ein, bevor Beschäftigte es mit Kundendaten nutzen?
Fünf Schritte in dieser Reihenfolge decken ab, was OpenAIs AV-Vertrag vom 1. Januar 2026 und die DSK-Orientierungshilfe vom Mai 2024 verlangen, bevor Kundendaten in ChatGPT gelangen. Die Reihenfolge zählt: Tarif und Vertrag kommen vor jeder Regel für Beschäftigte, denn eine Regel repariert keinen Tarif ohne AV-Vertrag.
Business oder Enterprise wählen
OpenAIs AV-Vertrag abschließen
Speicherdauer und Zugriff festlegen
Regel für Beschäftigte schreiben
DSFA-Frage prüfen
Unsere einseitige Checkliste fasst die fünf Schritte mit Prüfdaten zusammen: Checkliste ChatGPT und Kundendaten herunterladen (PDF).
Wann ist ChatGPT das falsche Werkzeug für Kundendaten?
ChatGPT Business ist ein Chat-Werkzeug mit AV-Vertrag. Es ist das falsche Werkzeug, wenn Daten standardmäßig in einem Land bleiben müssen, Mandanten strikt getrennt sein müssen oder vor jeder Aktion eine Freigabe nötig ist. Die DSK-Orientierungshilfe vom 6. Mai 2024 sagt es direkt: Technisch geschlossene Systeme sind aus datenschutzrechtlicher Sicht vorzugswürdig.[⁸]
Drei Lagen weisen über einen Chat-Workspace hinaus:
- Mandantentrennung. Eine Kanzlei oder Agentur mit Dateien mehrerer Mandanten braucht oft getrennte Daten je Mandant und protokollierten Zugriff. Ein gemeinsamer Chat-Workspace ist dafür nicht gebaut.
- Handlungen statt Antworten. Sobald die KI etwas ablegen, senden oder ändern soll, wird die Freigabe zur Kernfrage. Unser Artikel zu Freigabe-Workflows in einem KI-Agenten-System zeigt, wo diese Schranke sitzt.
- Region und Modell. Ein individueller Agent kann auf einem Modell und in einer Region laufen, die Sie wählen, auch mit europäischem Hosting, statt auf den Vorgaben eines Tarifs.
Für ein Team, das mit unterschriebenem AV-Vertrag und klarer Regel Mails entwirft und Dokumente zusammenfasst, reicht ChatGPT Business oft aus. Wenn die Arbeit Dateien mehrerer Mandanten berührt und in einer Handlung endet, meist nicht.
Häufig gestellte Fragen
Ist ChatGPT im Unternehmen DSGVO-konform nutzbar? Das hängt vom Tarif ab. Für ChatGPT Business, ChatGPT Enterprise und die API schließt OpenAI einen Auftragsverarbeitungsvertrag ab, handelt als Auftragsverarbeiter und trainiert standardmäßig nicht mit Geschäftsdaten. Bei Free, Go, Plus und Pro ist OpenAI Ireland Verantwortlicher für die Eingaben und nutzt Inhalte zum Training, sofern die Person nicht widerspricht; für diese Tarife kann ein Unternehmen keinen AV-Vertrag abschließen. Stand der Prüfung: 12. Oktober 2026.
Gibt es einen AV-Vertrag für ChatGPT Plus? Nein. OpenAI bietet seinen Auftragsverarbeitungsvertrag für ChatGPT Business, ChatGPT Enterprise und die API-Plattform an. ChatGPT Plus ist ein Einzeltarif nach OpenAIs Verbraucherbedingungen, unter denen OpenAI Ireland Limited für Nutzer im EWR und in der Schweiz Verantwortlicher ist.
Kann ChatGPT Unternehmensdaten in der EU speichern? Nur bei ChatGPT Enterprise und Edu, und nur für Workspaces, die mit europäischer Datenresidenz angelegt wurden. OpenAIs Preisseite nennt Datenresidenz für Enterprise, nicht für Business, und OpenAI bietet sie beim Anlegen eines Workspaces an. Ohne Residenz werden Daten in den USA verarbeitet, gestützt auf Standardvertragsklauseln.
Brauche ich eine DSFA, bevor Beschäftigte ChatGPT mit Kundendaten nutzen? Häufig ja. Die Datenschutzkonferenz schrieb im Mai 2024, dass beim Einsatz von KI-Anwendungen eine Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO vielfach erforderlich sein wird. Ob sie in Ihrem Fall nötig ist, hängt von den Daten, dem Zweck und der Muss-Liste Ihrer Aufsichtsbehörde ab.
Anmerkungen
- OpenAI, Enterprise privacy at OpenAI, aktualisiert am 8. Januar 2026, abgerufen am 12. Oktober 2026. Verwendet für die erfassten Produkte, das Trainings-Standardverhalten, das DPA-Angebot für Business, Enterprise und API, die Speicherregeln je Tarif und den Zugriff auf Business-Unterhaltungen.
- OpenAI, ChatGPT Preise, abgerufen am 12. Oktober 2026. Verwendet für die Tarifliste, die Trainingszeilen, den Business-Preis, Werbung bei Go und Datenresidenz für Enterprise, nicht für Business.
- OpenAI, Europe privacy policy, aktualisiert am 24. August 2026, abgerufen am 12. Oktober 2026. Verwendet für OpenAI Ireland als Verantwortlichen, die Trainingsnutzung von Inhalten, Werbung für Free- und Go-Nutzer, Löschung innerhalb von 30 Tagen und Übermittlungen in die USA.
- OpenAI, Data Processing Addendum, aktualisiert am 1. Dezember 2025, gültig ab 1. Januar 2026, abgerufen am 12. Oktober 2026. Verwendet für OpenAIs Rolle als Auftragsverarbeiter, OpenAI Ireland als Vertragspartner im EWR, Unterauftragsverarbeiter, Audits und Übermittlungsgrundlagen.
- OpenAI, Introducing data residency in Europe, 5. Februar 2025, mit Aktualisierungen bis 16. Januar 2026, abgerufen am 12. Oktober 2026. Verwendet für Residenz bei neuen Enterprise-, Edu- und API-Projekten und Verarbeitung in der Region.
- Europäischer Datenschutzausschuss, Report of the work undertaken by the ChatGPT Taskforce, 23. Mai 2024, Randnummern 7, 24, 25, 30 und 31, abgerufen am 12. Oktober 2026.
- Garante per la protezione dei dati personali, Pressemitteilung zur ChatGPT-Untersuchung, 20. Dezember 2024, abgerufen am 12. Oktober 2026. Verwendet für das Bußgeld von 15 Mio. €, Entscheidung 755 vom 2. November 2024 und den Hinweis auf das Urteil 4153/2026 des Tribunale di Roma vom 18. März 2026.
- Datenschutzkonferenz, Orientierungshilfe Künstliche Intelligenz und Datenschutz, 6. Mai 2024, Version 1.0, Randnummern 20, 24, 32, 39 und 41, abgerufen am 12. Oktober 2026.
- Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Checklist for the use of LLM-based chatbots, 13. November 2023, Punkte 1, 3, 5, 8 und 10, abgerufen am 12. Oktober 2026.
- US-Handelsministerium, Data Privacy Framework List, durchsucht am 12. Oktober 2026. Eine Suche nach OpenAI ergab keine Treffer; Microsoft Corporation war als aktiv gelistet.
